WERKSCHAU „VOM SAGEN UND SCHREIBEN“

Eine Studie zur Neuproduktion des Altentheaters, die im April 2022 auf die Bühne kommt.

Foto: FWT / Charlotte Rimbach

Seit Beginn der Pandemie fand sich das Altentheaterensemble in Minigruppen zu theatralen Sonderprojekten zusammen. Alte und neue Formen der Kommunikation standen im Mittelpunkt. Wie war das noch früher, als man zur Dämmerstunde zu Gesprächen zusammenrückte? Welchen Wert hatten Karten, Briefe und Fotos früher und was bedeuten sie heute? Welche Blüten treiben die vielfältigen digitalen Möglichkeiten? Was ist eigentlich ein Buttergriffel? Und was ist Cobol? Im Fokus standen dabei auch die Sinnlichkeit und Ästhetik des Handschreibens und der dazu gehörigen Werkzeuge bis hin zu virtuellen Austauschmitteln der Jetztzeit: Smartphone, Bildsprache und Emojis faszinierten in der spielerischen Wieder-/entdeckung und brachten Szenerien hervor, die der Weiterentwicklung harren. Immer mit im Blick: Die enge Verflechtung der alltäglichen Kommunikationsformen mit Lebensgeschichten der 67- bis 91-jährigen Ensemblemitglieder.

Neben den Aufführungen macht eine Ausstellung in beiden Theaterfoyers die Arbeit des Ensembles anschaulich. Unter anderem finden sich dort Artefakte aus der Probenarbeit und von theatralen Projekten, die während Corona angestoßen wurden, Audiostationen, an denen der Altentheaterpodcast Jung-Alt gehört werden kann, Werke der Ensemblemitglieder aus einem Malworkshop, Zeichnungen, die die jüngste Probenzeit veranschaulichen und die Filmversion unseres Präventionstheaterstücks “Ausgetrickst? Nicht mit uns!”.

Stückentwicklung und Regie Ingrid Berzau | Musik Sabine Falter | Dramaturgische Mitarbeit Frieder Beckmann und Charlotte Rimbach
 
Die Werkschau mit der zugehörigen Ausstellung wurde drei Mal Ende November 2021 gezeigt. Auf dieser Studie aufbauend arbeitet das Ensemble weiter an der nächsten Produktion, die am 23. und 24. April 2022 ihre Premiere feiern wird.